Gerade in der Herbst- und Winterzeit gehören Duftkerzen für viele Menschen einfach dazu. Sie bringen Wärme, Ruhe und Atmosphäre in den Alltag – besonders, wenn es draußen früh dunkel wird.
Gleichzeitig taucht bei Google immer häufiger dieselbe Frage auf: Welche Duftkerzen sind unbedenklich – und woran erkennt man Qualität?
In diesem Beitrag bekommst du eine klare, praktische Orientierung: Was macht eine Duftkerze „besser“ oder „kritischer“ (Wachs, Duft, Docht, Verarbeitung) – und welche Punkte du beim Kauf sofort prüfen kannst.
Inhalt
Warum die Frage nach unbedenklichen Duftkerzen so präsent ist
Viele Menschen nutzen Duftkerzen heute nicht „nur“ als Deko, sondern als Ritual: runterkommen, Atmosphäre schaffen, sich etwas Gutes tun. Genau deshalb wird auch genauer hingeschaut: Woraus besteht die Kerze? Wie wird sie beduftet? Wie sauber brennt sie?
Besonders im Winter wird häufiger und länger angezündet – oft bei geschlossenen Fenstern. Umso sinnvoller ist es, Kerzen bewusst auszuwählen und auf Verarbeitung, Materialien und Transparenz zu achten.
Sojawachs oder Paraffin: der Unterschied (kurz & verständlich)
Der größte Unterschied liegt im Wachs. In vielen klassischen Duftkerzen wird Paraffin verwendet – ein Wachs, das häufig aus der Erdölverarbeitung stammt. Als Alternative wird immer öfter pflanzliches Wachs genutzt, zum Beispiel Sojawachs.
Paraffin – typisch, aber nicht die einzige Option
- weit verbreitet in vielen Standard-Kerzen
- häufig günstig in der Herstellung
- für bewusste Käufer:innen oft weniger attraktiv, weil es kein nachwachsender Rohstoff ist
Sojawachs – pflanzliche Alternative
- pflanzlicher, nachwachsender Rohstoff
- viele empfinden den Abbrand als ruhiger und gleichmäßiger
- passt gut zu einem bewussteren Konsumstil
Wichtig: Nicht nur das Wachs zählt. Auch Docht, Duftmischung und Verarbeitung entscheiden darüber, wie eine Kerze abbrennt und wie „angenehm“ sie wahrgenommen wird.
Duftstoffe & Inhaltsstoffe: worauf du beim Kauf achten solltest
Bei Duftkerzen lohnt sich ein Blick auf die Transparenz. Gute Anbieter nennen klar, welches Wachs verwendet wird und wie sie beduften (z. B. Duftöle, ätherische Öle oder Mischungen).
3 praktische Fragen, die du dir stellen kannst
- Ist das Wachs klar benannt? (z. B. Sojawachs / pflanzliches Wachs)
- Gibt es Infos zur Beduftung? (transparent statt „Geheimrezept“)
- Wirkt die Verarbeitung hochwertig? (Docht sitzt mittig, Wachsoberfläche sauber, Gefäß stabil)
Tipp aus der Praxis: Eine Kerze kann noch so „gut“ klingen – wenn sie nicht sauber abbrennt (zu kleine Flamme, Tunnelbildung, starkes Rußen), stimmt oft das Zusammenspiel aus Wachs, Docht und Duft nicht.
Winter-Checkliste: 7 schnelle Qualitätschecks (ohne Fachwissen)
- Wachs benannt? Sojawachs/pflanzlich statt „Wachsmischung“ ohne Details.
- Docht mittig? Ein sauber zentrierter Docht hilft beim gleichmäßigen Abbrand.
- Gefäß stabil? Dickes Glas oder Keramik wirkt wertiger und langlebiger.
- Duft wirkt „rund“? Nicht nur laut/intensiv, sondern ausgewogen.
- Rußt sie stark? Dann Docht kürzen und auf Zugluft achten – bleibt es stark, kann die Abstimmung nicht passen.
- Erster Brand lang genug? Beim ersten Anzünden so lange brennen lassen, bis die Oberfläche weitgehend flüssig ist.
- Transparenz & Vertrauen? Herstellerinfos, Herkunft, klare Kommunikation – das ist ein starkes Qualitätszeichen.
Wenn du willst: Zu genau diesem Thema passt auch unser Beitrag: Wie viele Tropfen ätherisches Öl in Kerze?
Upcycling & Nachhaltigkeit: warum das Gefäß mehr ist als Deko
Viele Kerzen landen nach dem Abbrennen im Müll – dabei kann gerade das Gefäß ein echtes Statement sein. Kerzen im recycelten Glas (z. B. aus Weinflaschen) verbinden Atmosphäre mit Ressourcenschonung: Das Glas ist robust, zeitlos und oft perfekt zum Weiterverwenden.
Wenn dich das Upcycling-Thema interessiert, schau hier vorbei: Duftkerzen aus Weinflaschen entdecken
Kurzer Gedanke zum Schluss: Eine bewusste Duftkerze muss nicht „laut“ sein. Oft ist es genau die ruhige, hochwertige Atmosphäre, die den Unterschied macht – besonders im Winter.
Wenn du dir Inspiration holen willst: In unserer Weinflaschen-Kollektion findest du ausgewählte Sojawachs-Duftkerzen für eine ruhige Winterstimmung.
FAQ: Häufige Fragen zu unbedenklichen Duftkerzen
Sind Duftkerzen generell schädlich?
Pauschal lässt sich das nicht beantworten. Entscheidend sind Wachsart, Beduftung, Docht, Verarbeitung und wie du die Kerze nutzt (Dochtlänge, Zugluft, Brenndauer).
Ist Sojawachs „besser“ als Paraffin?
Viele Menschen bevorzugen Sojawachs, weil es pflanzlich ist und zu einem bewussteren Konsum passt. Wie angenehm eine Kerze brennt, hängt aber immer vom Gesamtpaket ab.
Warum rußt meine Duftkerze manchmal?
Häufige Ursachen sind ein zu langer Docht, Zugluft oder ein zu kurzer Abstand zu Deko/Regalen. Docht vor jedem Anzünden auf ca. 3–5 mm kürzen und Zugluft vermeiden.
Welche Duftkerzen eignen sich besonders für die Winterzeit?
Viele mögen im Winter warme, runde Duftprofile (z. B. Zitrus + Gewürz, Holznoten, dezente Kräuter). Entscheidend ist, dass der Duft stimmig ist und die Kerze ruhig abbrennt.
Weiterführend (wenn du tiefer einsteigen willst): Natürliche Duftkerzen ohne Paraffin – welche wirklich unbedenklich sind
